Abrasion
Abnutzung der Kauflächen durch Speisenabrasion. Entsteht häufig auch bei übermäßiger Beanspruchung (Knirschen).
Abszess
Abgeschlossene Eitersammlung innerhalb des Gewebes.
AIDS
erworbenes Immundefekt-Syndrom. Vermutlich 100 % Letalität. Erreger ist ein Retrovirus, das Humane Immunodefizienz Virus (HIV).
aktive Zahnfleischtasche ( Parodontaltasche)
Zeichen eines akuten Schubes einer Parodontitis. Klinische Symptome: Blutung bei Sondierung der Tasche, eventuell Eiterung.
akute Gingivitis
akute Entzündung der Gingiva ( Zahnfleisch) mit Rötung, Schwellung und Blutung. Ursache können mechanische oder thermische und/oder bakterielle Beläge sein. Sofern bakterielle Beläge die Ursachen sind, geht die akute Gingivitis innerhalb weniger Tage in eine chronische oder Ulzero-nekrotische Entzündung über.
akute nekrotisiernde ulzeröse Gingivitis (ANUG)
meist schlagartig beginnende, ansteckende und sehr schmerzhafte Entzündung des interdentalen, später auch des übrigen Zahnfleisches. Häufig verbunden mit Mundgeruch, fauligem Geschmack und Lymphknotenbeteiligung mit erhöhter Körpertemperatur.
Aligner
Individuell angefertigte, praktisch unsichtbare Kunststoffschienen zur kieferorthopädischen Behandlung von Schiefstellungen. Mit diesem Behandlungssystem werden die Zähne schrittweise in eine optimale Position bewegt, die vorher mittels dreidimensionaler Computersimulation ermittelt wird.
Alveolitis
Entzündung der Zahnalveole. Im Allgemeinen Folgezustand einer Zahnextraktion.
Amalgam
Häufig verwendetes, unserer Ansicht nach nicht mehr zeitgemäßes Füllungsmaterial (medizinisch umstritten) für Zähne, da u.a. quecksilberhaltig.
Anästhesie
Unempfindlichkeit gegenüber Schmerz-, Temperatur-, Berührungsreizen. Künstliche Ausschaltung der Schmerzempfindlichkeit.
Angst
Die Furcht vor einer zahnärztlichen Behandlung ist weit verbreitet. Häufig sind schlimme Kindheitserinnerungen die Ursache. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten einer „angstfreien“ Sanierung bei vorbelasteten Patienten: so z.B. eine Sanierung in Vollnarkose, in Sedierung oder in bzw. mit Elementen der Hypnose.
AP - Adulte Parodontitis
Langsam fortschreitende Parodontitis im Erwachsenenalter. Als Ursache werden eine nicht ausreichende Mundhygiene, lokale und systematische Faktoren angesehen. Noch bekannt als chronische Parodontitis.
bakterielle Infektionen
Bakterielle Infektionen bilden eine wesentliche Ursache für die Erkrankung des orofazialen Systems. Z.B. Karies, Parodontitis etc.
Bakterien und Toxine im Mundraum
Auch in der gesunden Mundhöhle sind Bakterien und deren Toxine in großer Zahl zu finden.
Biorhythmus
Der Biorhythmus postuliert drei zeitlich unterschiedliche Rhythmen (Körper, Gefühlswelt, Intelligenz), die sich an bestimmten Lebensdaten verstärken oder abschwächen sollen. Der Biorhythmus hat nichts mit biologischen Rhythmen zu tun, die von Wissenschaftlern im Fachbereich der chronobiologischen Forschung untersucht werden. Hier wird die zeitliche Organisation von Lebewesen erforscht, z. B. auch der beste Tageszeitpunkt für eine umfassende Zahnbehandlung.
Bleaching
schonende Aufhellung der Zähne.
brite smile
System zur Bleichung der vitalen Zähne in der Praxis.
Brücke
festsitzender Zahnersatz, der seine Abstützung lediglich an Zähnen und Wurzeln findet und mit diesen im Gegensatz zur rein parodontal getragenen, abnehmbaren Einstückprothese durch Kronenersatz (Brückenpfeiler) fixiert wird.
Chlorhexidindigluconat
Antiseptikum zur Mundspülung. Wirkungsspektrum- gram+,- Bakterien, Pilze, keine Viren. Präparate: Paroex, Chlorhexamed, Antiplaque, Corsodyl...
chronische Gingivitis
Zahnfleischentzündung, die einen langfristigen Verlauf hat. Die Entzündung bleibt auf die Gingiva ( Zahnfleisch) beschränkt und löst keinen Knochenabbau aus.
Computersimulation
1. Im Vorfeld einer Invisalign-Behandlung lassen sich die geplanten Zahnbewegungen und das Ergebnis einer Therapie graphisch darstellen.
2. Durch ein „Imaging“ kann der Patient das mögliche Ergebnis einer ästhetischen Restauration vorab begutachten.
Contouring und Bonding
Contouring und Bonding (Kunststoffmodellation) ist eine Methode, mit Kunststoffen (sogenannten Kompositen) zu restaurieren oder in eine gewünschte neue Form zu bringen, ohne gesunde Zahnhartsubstanz abtragen zu müssen.
degenerierter Kieferknochen
Gewebsverlust im Bereich des Kieferknochens, z.T. aufgrund vorzeitigen Zahnverlustes oder Zahnbetterkrankungen. Kann durch chirurgische Maßnahmen behoben werden.
Dentofaziale Komposition
Dieses Konzept ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept der Gesichtspartie. Eine positive, gesunde und vitale Ausstrahlung wird bestimmt durch Augen, Nase, Mundpartie und Zähne. Plastischer Chirurg und Zahnarzt analysieren das Gesamtbild des Gesichtes und können so sinnvolle Veränderungen der Gesamtausstrahlung im Detail erkennen und erläutern. Die Zusammenarbeit zwischen plastischem Chirurg und Zahnarzt ist eine neuartige Entwicklung und bietet für die Patienten ein Optimum an Erfolg und Sicherheit.
Dysgnathie
Folgezustand einer verkehrten Entwicklung der Kiefer, die in Unstimmigkeiten der Zahnstellung, der Kieferform, der Kiefergelenke entstehen konnten.
Eckzahnführung
Willkommenes "Okklusionshindernis". Die oberen Eckzähne führen bei den Unterkieferbewegungen in der Weise, dass die Seitenzähne bei Unterkieferbewegungen sofort außer Kontakt geraten. Nur die Eckzähne sind aufgrund ihrer starken Wurzel in der Lage, die auftreffenden Kräfte aufzufangen.
Edelmetalle
Gegen chemische Einflüsse sehr widerstandsfähige Metalle, die sich weder in trockener noch in feuchter Umgebung (Mundhöhle) verändern.
Einheilungsphase
Zeit zwischen der chirurgischen Insertion und der prothetischen Versorgung und funktionellen Belastung eines Implantats.
Einlagefüllung
Gussfüllung, Inlay; Füllung deren Form außerhalb des Mundes hergestellt wird, in der Regel aus Keramik oder auch aus Gold.
Endodontie
Begriff aus der amerikanischen Fachliteratur, der Pulpa ("Zahnmark") und Dentin umfasst. Die Endodontie befasst sich also mit der Anatomie, Pathologie und Therapie dieser Gewebe.
Entspannungs- und Hypnosetechniken
Siehe Hypnose
Entzündung
Komplexe Abwehrreaktion des Gefäßbindegewebes auf Zell- oder Gewebsschäden mit dem Zweck, die schädigenden Einflüsse zu beseitigen oder zu inaktivieren. Die Entzündung zeichnet sich aus durch Rötung, Erwärmung und Schwellung des Gewebes, sowie durch Schmerz und eine eingeschränkte Funktion.
Epikutantest
Untersuchung zur Feststellung der Stoffe, die eine allergische Reaktion verursachen.
Erhaltungstherapie
Maßnahmen zur Stabilisierung des Behandlungserfolges nach einer Parodontaltherapie ("Zahnfleischbehandlung").
Ernährungsberatung
Die Ernährungsberatung soll dem Patienten unbewusste Fehler und Probleme aufzeigen und ihm helfen, seine Gewohnheiten zu ändern.
Extraktion
Herausziehen eines Zahnes oder auch Fremdkörpers.
Facelifting
Zeichen von Hautalterung, wie schlaffe Kinn- und Halspartien, „müde“ Schlupflider und starke Falten lassen sich mit sanften Methoden korrigieren. Ziel ist ein natürlich-frisches Aussehen, das die Persönlichkeit widerspiegelt und die individuelle Mimik hervorhebt. Die ästhetische Chirurgie des Gesichtes ist heute auf ein natürliches, frisches Aussehen spezialisiert. Die Zeiten von maskenhaften starren Liftings sind genauso vorüber wie extreme Veränderungen, die der persönlichen Ausstrahlung widersprechen.
Fädeln
Reinigen der Zahnzwischenräume mit Hilfe von Zahnseide.
Faserapparat
Verbindung des Zahnes zum Knochen, Zähne sind sozusagen im Knochen aufgehängt. Wird bei einer Parodontalerkrankung geschädigt und geht entzündungsbedingt zurück. Dies hat zur Folge, dass sich Zähne lockern.
Fazialisparese
Periphere meist einseitige Lähmung oder Schwäche des Gesichtsnerven und dadurch Lähmung der Gesichtsmuskulatur.
Fehlstellung von Zähnen
Vom Ideal abweichende Position der Zähne im Zahnbogen.
Fernröntgenseitenbild
Seitliche Röntgenaufnahme des gesamten Schädels und der Halswirbelsäule zu kieferorthopädischen Diagnostik.
Fissurenversiegelung
Kariesprophylaktische Massnahme, bei der Grübchen und Fissuren der Zähne durch einen dünnen Kunststoffüberzug geschützt werden.
Fluoride
Salze der Fluorwasserstoffsäure, die zur Remineralisierung von Zähnen und z.T. zur Behandlung empfindlicher Zahnhälse verwendet werden.
Friktion
Haftung durch Reibung z.B. bei Teleskopkronen zur Befestigung von Zahnersatz.
Füllungstherapie
Therapie der Karies durch Ersatz der erkrankten Zahnsubstanz mit alloplastischem Material. Es stehen unterschiedliche Füllungswerkstoffe zur Verfügung.
Funktionsanalyse
Diagnostisches Vorgehen mit dem Ziel, Störungen im Bewegungsablauf und krankhafte Reaktionen in den Geweben zu erkennen, Belastungen und Belastbarkeit aufeinander abzustimmen und einen harmonischen Ablauf der Funktion zu stabilisieren.
Gangrän
Der mit Bakterien infizierte Zahnnerv (Zahnmark) stirbt ab und "zerfällt". Eine Wurzelkanalbehandlung ist notwendig.
Ganzheitliche Zahnmedizin
Zahnärztliche Behandlungsweise unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es wechselseitige Beziehungen zwischen Zähnen, Mundraum und dem gesamten Organismus gibt. Dazu gehören neben der Schulmedizin unter anderem Diagnostik und Therapie mittels qualifizierter naturheilkundlicher Verfahren.
Gebiss
Gesamtheit der Zähne von Ober- und Unterkiefer. Milchgebiss 20 Zähne, Bleibendes Gebiss 32 Zähne.
Gebissanomalien
Jede Abweichung des Gebisses vom morphologischen, funktionellen und ästhetischen Optimum.
Gelenkbahn
Bewegungsbahn des Gelenkköpfchen des Kiefergelenkes bei den Bewegungen des Unterkiefers.
genetisch hergestellten Wachstumsfaktoren
Bei durch eine Zahnbetterkrankung (Parodontitis) verursachten starken Knochenrückgang besteht die Möglichkeit mittels genetisch hergestellter Wachstumsfaktoren, den verloren gegangenen Knochen teilweise zu regenerieren.
gesamter menschlicher Organismus
Als Teil Ihres Körpers zeigt die Mundhöhle oft Zeichen für eine Erkrankung des gesamten Organismus, bevor andere Symptome am Körper zu erkennen sind, bzw. auffallen.
Gesichtsbogen
Von Gysi 1916 entwickeltes Gerät zur schädelbezüglichen Orientierung der Kiefermodelle in einem speziellen Gerät, das die Kieferbewegungen nachahmt. Wichtig bei der Herstellung von Zahnersatz.
Gewebereaktion
Antwort des umliegenden Gewebes auf die Implantation von Körperfremden Material. Abhängig vom Implantatmaterial unterscheidet man verschiedene Formen der Knochenneubildung bei der Implantation.
Gingiva
Zahnfleisch, Teil der Mundschleimhaut. Die Gingiva bildet den Abschluss des Parodontiums (Zahnhalteapparat) und sichert die Kontinuität der Körperoberfläche.
Glossitis
Zungenentzündung, akut in Verbindung mit Schleimhautentzündung bei Infektionskrankheiten.
Gnathologie
Lehre vom Kiefer; die Funktionen von Kiefergelenk, Muskulatur, Parodontium und Okklusion werden so aufeinander abgestimmt, dass unphysiologische Belastungen der Gewebe vermieden werden.
Goldgussinlay
Hochwertige, althergebrachte Technik der laborgefertigten Einlagefüllung; Vorteil: z.T. hohe Haltbarkeit und Verweildauer, Nachteil: im sichtbaren Bereich der Mundhöhle nicht optimale Ästhetik möglich.
Granulom
Knötchenförmige Neubildung als Reaktion auf chronisch-entzündliche oder allergisch infektiöse Prozesse.
Gruppenprophylaxe
Vorbeugemaßnahmen, die größere und kleinere Gruppen, z.B. Schulen oder Kindergärten, erreichen.
Haarrisse
Feine Sprünge im Zahnschmelz, die bis in das darunter liegende Zahnbein reichen können und möglicherweise Zugang für Bakterien, Toxine und Farbstoffe bieten.
Habits
Angewohnheiten (Parafunktionen), v.a. bei Kindern wie Daumenlutschen, Lippensaugen, Lippenbeißen, Fehlfunktionen der Zunge führen zu Stellungsanomalien der Zähne.
Hämatom
Bluterguss, umschriebenes oder flächenhaftes Blutextravasat (Blutaustritt aus dem Gefäß) im Gewebe.
Hämophilie
Bluterkrankheit, wichtigste Blutgerinnungsstörung, bedingt vermehrte Blutungsneigung, Unstillbarkeit der Blutung auch nach kleinen Verletzungen.
Halteelemente
Doppelkronensysteme wie Teleskopkronen, Geschiebe oder auch Klammern halten die Prothese am Prothesenlager fest.
Hepatitis
Leberentzündung, i.d.R. akute Virushepatitis verschiedener Form; oft mit "Gelbsucht" als gemeinsamen Symptom.
Herddiagnostik
Verfahrung zur Ermittlung eines Herdes (meist eine chron.-entzündliche Veränderung im Körper) als Ursache einer Zweiterkrankung.
Horizontaler Knochenabbau
Form des Knochenabbaus bei Parodontalerkrankungen, wobei sich der knöcherne Halteapparat der Zähne abbaut. Der Kieferknochen verliert also seine ursprüngliche Höhe.
Hypertonie
Jede die Norm überschreitende andauernde Steigerung des Blutdrucks.
Hypnose
Künstlich hervorgerufener, veränderter Bewusstseinszustand als Suggestivmaßnahme, wobei die Aufnahmefähigkeit, z.B. für die Worte des Hypnotiseurs, erhalten bleibt, während der Hypnotisierte gleichzeitig für andere Umweltreize unempfänglich ist.
Implantate
Künstliche Zahnwurzel (i.d.R. aus Titan), zur Verankerung von Kronen, Brücken oder Prothesen.
Individualprophylaxe
Spezielle individuell auf die Bedürfnisse und Probleme des Patienten ausgerichtetes Therapiesystem, zur Vorbeugung von Karies und Parodontalerkrankungen.
individuelle Therapiekonzepte
Da jeder unserer Patienten ein Individuum ist, bedarf selbstverständlich jeder Patient eines individuellen Therapieplanes. Hierfür bedienen wir uns z.B. eines Antibiogramms, um gezielt die vorliegenden Keime zu erkennen und um Sie über die zum Teil verwirrende Vielfalt von Behandlungsalternativen bestmöglich zu beraten und aufzuklären.
Infektionen
Besiedlung von Keimen (i.d.R. Bakterien, Viren, Pilze) eines Organismus bzw. eines Teiles des Organismus.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Hierunter verstehen wir eine Menge. So sind wir bemüht im Sinne einer ganzheitlichen Zahnmedizin in maximaler Zusammenarbeit mit z.B. Ihrem Hausarzt das Optimum an zahnmedizinischer Betreuung und Versorgung zu erreichen. Ausserdem sind wir in der Lage durch unser Team von Spezialisten beinahe alle Spezialgebiete im Bereich Zahnmedizin auf höchstem Niveau abzudecken.
Invisalign
Kieferorthopädisches Behandlungskonzept.
Keramikinlay
Hochwertige und ästhetisch optimale Technik der Einlagefüllung (wahlweise computergefräst oder labortechnisch erstellt); Vorteil: optimale Ästhetik, Nachteil: Hoher Zeitaufwand, lange Behandlungsdauer durch Adhäsivtechnik.
Kieferknochen
Ober-(Maxilla) und Unterkiefer (Mandibula), in ihnen sind die Zähne über den Faserapparat aufgehängt.
Krone
Bei starker Zerstörung des Zahnes (z.B. Karies, Unfall) notwendige körperliche Fassung des Zahnes; laborgefertigt, alternativ als Gold-, Keramikverblend- und Vollkeramikkrone.
Kunststoffmodellation
Individuell angefertigte, praktisch unsichtbare Kunststoffschienen zur kieferorthopädischen Behandlung von Schiefstellungen. Mit diesem Behandlungssystem werden die Zähne schrittweise in eine optimale Position bewegt, die vorher mittels dreidimensionaler Computersimulation ermittelt wird.
Kunststoffschienen
Individuell im zahntechnischen Labor angefertigte Werkstücke, die u.a. zur kieferorthopädischen Regulation (Invisalign), zur Regulation und Therapie bei Kiefergelenksproblemen sowie zum Bleichen von Zähnen verwendet werden.
Lächeln
Ihr Lächeln ist uns wichtig!
Mandibula
Unterkiefer; der Unterkiefer ist über das Kiefergelenk mit der Schädelbasis verbunden.
Maryland-Brücke
Zeichnet sich durch minimal notwendiges Abtragen von Zahnhartsubstanz an den Pfeilerzähnen aus und wird eingeklebt.
Maxilla
funktionsbedingt - die größten Kau(Mahl-)flächen auf. Sie sind im Milchgebiss 8mal und im bleibenden Gebiss 12mal (mit den Weisheitszähnen) vorhanden. Sie sind i.d.R. im Oberkiefer 3-wurzlig , im Unterkiefer 2-wurzlig.
mikrobiologische Tests
Untersuchung zur Bestimmung der in der Mundhöhle vorliegenden Keime und Bakterien insbesondere im Zusammenhang mit einer Parodontitistherapie um das optimale Therapiekonzept zu erstellen.
mikrochirurgische Eingriffe
Eingriff, der unter Zuhilfenahme einer Lupenbrille/Operationsmikroskopes durchgeführt wird. Vorteile sind die gewebeschonende Vorgehensweise sowie die optimalen Möglichkeiten der Weichgewebsgestaltung vor allem im sichtbaren Bereich.
Mikroorganismen
Im Zahnmedizinischen bereich meist Bakterien oder Pilze. Mikroorganismen sind in der Mundhöhle auch im gesunden Zustand vorhanden und können z.B. im Rahmen einer geschwächten Immunlage oder bei mangelhafter Mundhygiene zu Zahnerkrankungen führen.
mikroskopische Plaqueuntersuchung
Dient der Bestimmung des Kariesrisikos durch genaue (mikroskopische) Untersuchung der Zahnbeläge.
Mimik
Der individuelle Gesichtsausdruck durch Aktivität der Gesichtsmuskeln unterstreicht unsere gesamte Körpergestik. Gefühle wie Fröhlichkeit, Traurigkeit, Konzentration oder auch Angst werden unserem Gegenüber klar durch das Zusammenspiel der Gesichtsmuskulatur vermittelt.
mukogingivale Chirurgie
Technik zur Verbesserung des kosmetischen Gesamtbildes durch einen mikrochirurgischen Eingriff nach Erkrankungen wie z.B. Parodontose, bei der sich das Zahnfleisch zurückzieht und so die Optik negativ beeinflusst wird.
Mukosa
Schleimhaut; schleimabsondernde innere Auskleidung von Hohlorganen mit einer der jeweiligen Funktion angepassten Deckschicht. Die Deckschicht (Epithel) der M. ist unverhornt. In der Mundhöhle wird die Feuchtigkeit ("Schleimigkeit") der Mundschleimhaut durch Sekretion der in ihr eingelagerten kleinsten Speicheldrüsen oder durch die großen Speicheldrüsen erreicht.
Munddusche
Wasserstrahlgerät zur Reinigung der Zähne.
Mundflora
Gesamtheit der im Mund und Rachen vorkommenden Mikroorganismen (Bakterien und Hefen).
Mundhygiene
Mundpflege, Zahnhygiene, als Oberbegriff und Sammelbezeichnung für alle hygienischen (reinigenden) Maßnahmen innerhalb der Mundhðhle.
Das tägliche Reinigen und Pflegen der Zähne, der Zahnzwischenräume des Zahnfleisches und der Zunge. Frühmenschen nutzten vermutlich Grashalme zur Zahnpflege. Einer US-Forscherin zufolge polierten unsere Vorfahren damit ihre Zähne und säuberten vor allem die Zwischenräume von Essensresten. Der älteste aufgefundene Mundhygieneartikel - ein Zahnstocher - stammt aus der Zeit um 3.500 vor Christi. Die Mundhygiene ist damit älter als die Schrift und sehr viel älter als die Zahnmedizin. Meist waren es Laien, die mit den eigentümlichsten Begründungen für diese Form der Reinlichkeit warben. Mohammed betrachtete einen sauberen Mund als Voraussetzung für das Gebet und soll noch in der Sterbestunde nach seinem Kauholz verlangt haben. Und Schiller fand, wer sich nicht die Zähne putzt, "der gleicht in der Tat einem Tiere". Zahnreinigungen sollen nach aktuellem Wissensstand hinsichtlich ihrer Häufigkeit und der eingesetzten Hilfsmittel risikoorientiert erfolgen. Eine richtige Mundhygiene gliedert sich in professionelle Zahnreinigung durch die Dentalhygienikerin oder den Zahnarzt und häusliche Mundhygiene. Als Hilfsmittel stehen Zahnbürsten , -pasten, -seide und andere Zwischenraumpflegemittel, sowie Zungenbürsten zur Verfügung.
Nachblutung
Komplikation nach einem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff, kann in den meisten Fällen durch Aufbeißen auf einen Tupfer oder ein sauberes Stofftaschentuch gestoppt werden.
Nachsorge
vor allem bei der Parodontitisbehandlung ist die N. ein fester Bestandteil der eigentlichen Therapie und besteht aus einem regelmäßigen und engmaschigen Besuch der professionenellen Zahnreinigung.
Narkose
Vollnarkose, Allgemeinanästhesie, Intubationsnarkose, ITN; Allgemeinanästhesie im Gegensatz zu Lokalanästhesie. Durch Medikamente (Narkotika) erzeugt, die auf verschiedenem Weg dem Körper zugeführt werden. Gilt heute in der zahnärztlichen Praxis nicht mehr als die "große Ausnahme".
Okklusion
"Zusammenbiss", "Kauberührung" der Zähne, Aufeinandertreffen der oberen und unteren Zahnreihen.
Operationsmikroskop
Das Operationsmikroskop wird bei Wurzelkanalbehandlungen, Mikrochirurgischen Eingriffen etc. immer häufiger verwendet, um entweder sehr kleine Strukturen darstellen, oder durch die optische Vergrößerung gewebeschonender arbeiten zu können.
Oralchirurgie
Fachgebiet innerhalb der Zahnheilkunde, welches sich speziell mit operativen Eingriffen innerhalb der Mundhöhle beschäftigt. Als Oralchirurg kann sich ein Zahnarzt bezeichnen, der eine 3 bis 4-jährige Weiterbildung auf dem Gebiet der zahnärztlichen Chirurgie absolviert und sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat. Eine Betätigung in anderen Bereichen der Zahnheilkunde ist zusätzlich möglich.
Papille
Teil des Zahnfleisches, der den Zahnzwischenraum ausfüllt.
Parodontalbehandlung
"Zahnfleischbehandlung", Parodontaltherapie, "Parodontosebehandlung"; komplexe Maßnahmen zur Behandlung des erkrankten Zahnhalteapparates. Im Vordergrund steht dabei die Schaffung einer biologisch akzeptablen Wurzeloberfläche (Zerstörung des Biofilms in der Zahnfleischtasche und Wurzeloberfläche) bei Erhaltung der gesunden Anteile des Wurzelzements, da aus diesem regenerative Prozesse ausgehen. Die Verursacher parodontaler Erkrankungen sind neben den Markerkeimen wie z.B. Bacteroides, Prevotella, Porphyromonas und Actinobacillus auch Pilze (Z.B. Hefen wie Candida) auch atypische Keime wie Enterokokken und pyogene Keime bei Superinfektionen.Hauptsächlich zwei Prädiktoren bestimmen Prävention und Krankheitsverlauf bei Patienten mit chronischer Parodontitis: Die Immunantwort des Patienten sowie die begleitende antimikrobielle Therapie.
Parodontium / Parodontitis
Parodont; Zahnhalteapparat, Zahnbett; Oberbegriff für ein funktionelles Zusammenspielen der Elemente des Zahnhalteapparates (Gewebestrukturen, die den Zahn ernähren, im Kiefer (Alveole) halten und bei Belastung abfedern). Es sind dies im wesentlichen: - der Alveolarknochen - das Zahnfleisch - die Wurzelhaut (Sharpey-Fasern) und - der Wurzelzement.
Plaque
"Zahnbelag", engl.: (dental) plaque; als Schlagwortbezeichnung für die verschiedenartigen Ansammlungen von Mikroorganismen an der Zahnoberfläche, die in einer aus Bakterienprodukten und körpereigenen Stoffen bestehenden Polymatrix eingebettet sind. Bleibt diese Plaque unbehandelt durch fehlende Mundhygienemaßnahmen, entwickelt sich relativ rasch eine girlandenförmige Zahnfleischentzündung am Übergang Zahn-Zahnfleisch ("Schmutzgingivitis") mit der Tendenz zum Übergang in eine Parodontitis. Die Plaquebakterien führen zu einer Entmineralisierung des Zahnschmelzes und infolge dessen Karies entstehen kann.
plastisch-mikrochirurgischen Methoden
Siehe auch mikrochirurgischer Eingriff.
Prämolaren
kleiner o. vorderer Backenzahn (Molar), dens bicuspidatus; im bleibenden Gebiss je Kieferquadrant zwei vor (= prä) den großen (hinteren) Backenzähnen (Molaren) stehende Zähne.
professionelle Zahnreinigung
Dient im Rahmen der Prophlyaxe der Vorbeugung von Zahnerkrankungen, wird mittlerweile häufig von sog. Dentalhygienikern (ZMF) durchgeführt.
Prophylaxe
medizinische und sozialhygienische Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten. Karies und Gingivitis sind vermeidbar und selbst die Parodontitis ist zu einem hohen Prozentsatz zu verhindern. Seit vielen Jahren sind die wissenschaftlichen Grundlagen bekannt, wie zum Beispiel: Ein sauberer Zahn bleibt gesund! Wirksame Instrumente zur Umsetzung dieser Erkenntnisse im Rahmen der professionellen und häuslichen Prophylaxe sind vorhanden. Einer lebenslangen Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparates steht grundsätzlich nichts im Wege. Das Problem: Die wissenschaftlichen Erkenntnisse allein sind nicht ausschlaggebend für die erfolgreiche Durchsetzung der Prophylaxe. Selbstverständlich wünscht sich jeder ein Höchstmaß an Mundgesundheit, nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Steigerung der Lebensqualität und Verringerung der Gefahr zusätzlicher Risikofaktoren für die generelle Gesundheit. Dennoch sind wir von einer flächendeckenden Umsetzung des grundsätzlich Machbaren nach wie vor weit entfernt. Die für die Mundgesundheit des Einzelnen wesentliche Frage lautet nämlich nicht: Sind Karies, Gingivitis und Parodontitis grundsätzlich vermeidbar, sondern: Sind Karies, Gingivitis und Parodontitis bei dem Einzelnen mit einem für ihn akzeptablen Aufwand an Zeit und Geld vermeidbar?
Prothesen
Siehe Teil- und Totalprothese.
Prothetik
Zahnersatzkunde; zahnärztliches Fachgebiet von der funktionellen Wiederherstellung verlorener Zähne, fehlendem Knochengewebe und der damit verbundenen kosmetischen Beeinträchtigung.
Pulpa
Zahnmark, laienhaft: "Zahnnerv"; mit den Eigenschaften:Unterteilt in Kronenpulpa und Wurzelpulpa; letztere besitzt Seitenkanälchen (Ramifikation mit einem Netz anastomosierender Zellen), welche Pulpenausläufer darstellen und eine Verbindung mit dem Zement der Wurzel herstellen.Das Grundgewebe ist ein gallertiges Bindegewebe, mit einem Netz aus Blut- und Nervgefäßen (Nervengeflecht = Raschhowscher Plexus, welcher mit den Odontoblasten Verbindung hat) .Weiter sind Odontoblasten vorhanden, welche das Pulpencavum ("Nervhöhle") auskleiden; deren Fortsätze ziehen in das Dentin hinein (= Odontoblastenfortsätze) .An die Odontoblastenschicht schließt sich die Weilsche Zone als zellarmes Gewebe an die engste Stelle der P. befindet sich am Foramen apicale: Es ist die Zufluss- und Versorgungsöffnung des Zahnes für die Pulpa.Ihre Aufgabe besteht in der lebenslangen Bildung von Dentin, der Ernährung von Teilen des Zahnes und einer Schmerzempfindung auf thermische, chemische, osmotische und mechanische Reize ( Vitalität).
Pulpitis
Zahnmarkentzündung, Zahnnerventzündung.
Quecksilber
lat.: hydrargyrum, etwa: "flüssiges Silber"; chem. Element, welches bei Raumtemperatur flüssig ist und bei Raumtemperatur - für den Organismus giftig - durch Verdampfung in die Atemluft übergeht. Seine Legierungen mit anderen Metallen werden als Amalgame bezeichnet.
Randschluss
Randdichtigkeit einer Füllung / Krone; Passungsungenauigkeiten zwischen präpariertem Zahn und Restauration sind in der Zahnheilkunde ein bekanntes Problem. Grundsätzlich wird aus parodontalen und kariesprophylaktischen Gründen eine maximale randspaltbreite von 50 Mikrometer angestrebt (die durchschnittliche Größe der "normalen" Bakterien liegt zwischen 1 und 10 Mikrometern), und so wird der Langzeiterfolg von Kronen und Bröcken ganz wesentlich vom Abschluss am Zahnhals bestimmt. Idealerweise wird hier ein fugenloser Übergang zwischen Werkstück und Zahn angestrebt.
Raucherbelag
Braune Verfärbung der Zahnbeläge und des Zahnes infolge starken Tabakgenusses.
Recall
Erinnerung; auch Recall-System; in Zahnarztpraxen mit Erfolg eingesetztes Erinnerungssystem, besonders bei der implantologischen, parodontologischen und prothetischen Betreuung sowie zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen (Prophylaxe): So ist eindeutig in vielen Studien belegt, dass eine regelmäßige Kontrolle erheblich zu einem Erfolg der ärztlichen Maßnahme beiträgt.
Röntgenbild
Diagnostisches Mittel um z.B. im Bereich des Kieferknochens nicht erkannte, symptomlose Entzündungen erkennen und behandeln zu können. Situationsbedingt werden Röntgenbilder in unterschiedlichen Größen angefertigt.
Säureätztechnik
Adhäsivtechnik, Klebetechnik; Oberbegriff für Füllungsmethoden vor allem beim Einsatz von Komposit-Materialien, zum Befestigen von außerhalb des Mundes gefertigten Füllungen und Zahnersatzarbeiten (Keramik-Inlay, Klebebrücke, Veneers). Dieses Verfahren macht substanzschonendes Präparieren möglich und verhilft ästhetisch ansprechenden Kompositmaterialien zum breiten Einsatz in der Füllungstherapie und bei der Eingliederung von Restaurationen mit adhäsiven Befestigungszementen.
Sanierung
Gebisssanierung; Oberbegriff für die Durchführung aller zahnärztlich notwendigen Maßnahmen (Extraktionen, Füllungen, Zahnersatz, Rekonstruktionen, parodontologische Maßnahmen usw.) in einem behandlungsbedürftigen Gebiss.
Schiefstellungen
Vom harmonischen Zahnbogen abweichende Stellung insbesondere der Frontzähne.
Schmelz
Äußere Hartsubstanz des Zahnes, Schmelz ist aus Schmelzprismen aufgebaut, besteht zu 97 % aus Hydroxylapatit und ist damit die härteste Körpersubstanz.
Schmerz
als Ausdruck eines körperlich-seelischen Geschehens, d.h., dass das Schmerzerleben nicht nur durch die Art und Schwere einer bestimmten Organschädigung, sondern auch durch die individuelle Schmerzverarbeitung bestimmt wird. Wegen der individuell höchst unterschiedlich ausgeprägten Leidensfähigkeit ist es praktisch unmöglich, Schmerzen zu messen. Die Wahrnehmung von Schmerzen als stärker oder schwächer kann durch ein vorangegangenes Schmerzereignis entscheidend beeinflusst werden.
Schutzlacke
Werden z.B. bei empfindlichen und/oder freiliegenden Zahnhälsen aufgetragen, bzw. im Rahmen der Prophylaxe bei Kindern zur Fluoridierung verwendet.
Schwangerschaftsgingivitis
Hormonell bedingte Zahnfleischentzündung während der Schwangerschaft.
Sedierung
medikamentöse Beruhigung eines Patienten vor zahnärztlichen Eingriffen.
Sinusliftoperation
Augmentation des Kieferhöhlenbodens; Schlagwortbezeichnung für eine Knochenaufbaumethode im unmittelbaren Bereich unterhalb der Kieferhöhle bei einem zurückgebildeten (atrophischen) Oberkiefer: Implantate benötigen einen ausreichenden Halt im Kieferknochen und somit eine bestimmte Knochendicke in vertikaler Richtung. Gerade im Oberkiefer-Seitenzahngebiet ist diese Dicke häufig nicht (mehr) vorhanden.
Sofortimplantation
Sofortimplantat; Einsetzen eines Implantats unmittelbar im Anschluss an die Entfernung eines (eigenen) Zahnes in die noch frische Extraktionswunde (Alveole); Haupteinsatzgebiet ist der (unfallbedingte) Verlust von Frontzähnen.
Speichel
Mundflüssigkeit mit zum Teil individuell unterschiedlicher Zusammensetzung. Dient u.a. der Befeuchtung des Mundraumes, der Immunabwehr, aufgrund seiner chemischen Puffer-Fähigkeit auch der Kariesprävention.
Speicheltest
Dient der Bestimmung des individuellen Kariesrisikos.
Stiftaufbau
Dient bei stark zerstörten Zähnen zur „Verlängerung“ der klinischen Krone eines Zahnes um z.B. eine krone aufnehmen zu können. Siftaufbauten sind gegossen aus Goldlegierungen oder je nach Indikation mit vorgefertigten Stiften (aus Keramik oder Verbundmaterialien) und Kunststoffen.
Superfloss
Spezielle Zahnseide, die der Zahnzwischenraumreinigung dient.
Taschentiefe
Beschreibt den Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Boden der Zahnfleischtasche in mm.
Teilkrone
Kronenform, die die natürliche Zahnkrone nur teilweise bedeckt, im Gegensatz zum Inlay jedoch die Höcker mit ersetzt. Sie können aus Keramik oder Goldlegierungen hergestellt werden.
Teilprothese
Dient zur Versorgung von großen Lücken oder verkürzter Zahnreihen und wird an den natürlichen Zähnen befestigt. Dies geschieht entweder mittels sichtbarer Klammern oder klammerlos bei kombiniertem Zahnersatz. Bei Letzterem ist der herausnehmbare Teil des Zahnersatzes mit überkronten Zähnen verbunden. Verbindungselemente können Druckknöpfe oder Anker, Stege, Riegel, Geschiebe oder Doppelkronen sein. Die Unterschiede liegen in der Haltbarkeit, dem Komfort, der Ästhetik und dem Preis und sind von der Ausgangssituation abhängig.
Teleskopprothese
Eine Teleskopprothese besteht immer aus zwei Teilen: Dem im Mund fest eingesetztem Innenteleskop und dem darüber greifenden, herausnehmbaren Außenteleskop.
Temporäres Implantat
Dient in der Einheilphase der definitiven Implantate als Abstützung für eventuell notwendige Langzeitprovisorien. Es wird beim Einsetzen der endgültigen prothetischen Restauration entfernt.
Titan
Ist ein chemisches Element, aus dem zahnmedizinische Implantate und auch künstliche Gelenke hergestellt werden. Es sind keine Unverträglichkeitreaktionen auf Titan bekannt.
Totalprothese
Die so genannten Voll- oder Totalprothesen sind vonnöten, wenn ein Kiefer über keine natürlichen Zähne mehr verfügt. Sie werden durch einen Saugeffekt fixiert, wobei die Kunststoffbasis der Prothese optimal auf die Gegebenheiten im Mund des Patienten abgestimmt sein muss. Da Veränderungen, vor allem der Substanzabbau, die Atrophie, im zahnlosen Kiefer zu einem schlechteren Sitz des Zahnersatzes führen, können von Zeit zu Zeit Unterfütterungen an der Prothesenbasis erforderlich werden, um wieder tragbare Verhältnisse zu schaffen.
Unterfütterung
Methode, mangelhaft sitzende Prothesen durch Autragen von Material dem Kiefer wieder genau anzupassen.
Veneer
Es handelt sich um grazile Verblendschalen aus Keramik, die auf die Zähne geklebt und zur Korrektur der Zahnform, -stellung oder wegen Verfärbungen angefertigt werden. Zur Befestigung muss nur eine dünne Schicht der Zahnoberfläche abgetragen werden.
Verblendung
Beschichtung der sichtbaren Anteile metallischen Zahnersatzes mit zahnfarbenen Materialien.
Verfärbung
können verschiedene Ursachen haben. Zu ihnen gehören unter anderem Farbstoffe aus Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Cola, Rotwein oder Tabak. Aber auch Krankheiten oder Medikamente könnten die Farbe der Zähne beeinträchtigen.
Versteckte Zucker
Zucker wird als billiger Rohstoff und Geschmacksaufwerter auch in solchen Lebens- und Genussmitteln eingesetzt, in denen man ihn nicht bzw. nicht in so hohem Masse vermutet. So ist jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr rund 25 kg „versteckten“ Zucker. „Nur“ etwa 11kg Zucker werden bewusst gegessen. Beispiele für versteckten Zucker sind Senf (9-11%), Tomaten-Ketchup(19-25%) Kakao-Instantpulver (70-80%).
Vollkeramik
Kronen und Brücken ohne metallisches Gerüst; Vorteil: höhere Farbtreue und Transluzenz; Nachteil: höherer Abtrag von Zahnhartsubstanz.
Vollnarkose
Im Zusammenhang mit Angstpatienten bzw. zum Teil bei chirurgischen Eingriffen zur Erleichterung der Behandlungssituation für den Patienten.
Vorsorgeuntersuchungen
Die Diagnostik von Krankheiten in der Mundhöhle wird von den Krankenkassen Vorsorgeuntersuchung genannt. Dadurch sollen auch kleine Schäden erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Durch bedarfsgerechte individuelle Prophylaxe lassen sich Zahnkrankheiten vermeiden. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ist es möglich, Erkrankungen bereits im Frühstadium bestenfalls noch vor Ausbrechen zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Dadurch wird langfristig nicht nur kostspieliger Zahnersatz vermieden, es gibt dem Patienten die Möglichkeit, bis ins hohe Alter seine Zähne zu er/behalten.
Weisheitszahn
Dritter Mahlzahn (Molar); ist des öfteren nicht angelegt.
Würgereiz
Es handelt sich um eine reflektorische Reizung des Brechzentrums bei entsprechend disponierten Patienten. In der Zahnheilkunde ist er besonders bei der Abdrucknahme im Oberkiefer von Bedeutung. Durch bestimmte Akupunkturpunkte kann dieser leicht ausgeschaltet werden.
Wundheilungsstörung
Wenn nach einer Extraktion oder Operation eine Infektion des die Wunde ausfüllenden Blutpfropfs (Blutkoagulum) oder ein Eindringen von Fremdkörpern (z.B. Speisereste, Tabakkrümel) bzw. Belassen von Zahnteilen (radix relicta) in die Knochenhöhle erfolgt, kann es - in Abhängigkeit von der Widerstandskraft des Immunsystems - zu Wundheilungsstörungen (Alveolitis) kommen.
Wurzelkanäle
In den Zahnwurzeln gelegenes Hohlraumsystem, das das Zahnmark enthält. Im Falle einer Entzündung des Zahnmarkes ist i.d.R. eine Wurzelkanalbehandlung notwendig.
Wurzelkanalbehandlung
Dient dem Erhalt eines Zahnes trotz Erkrankung des Zahnmarks. Beinhaltet die Darstellung der Wurzelkanäle, deren chemische und mechanische Reinigung über die gesamte Wurzelkanallänge und die optimale Wurzelkanalfüllung.
Wurzelkanalfüllung
Ausfüllung des erweiterten und desinfizierten Wurzelkanals durch alloplastisches Material im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung.
Wurzelspitzenresektion
Kurz WSR, chirurgische Kürzung der Wurzelspitze und Ausräumung des Entzündungsgewebes. Sie ist angezeigt, wenn eine konventionelle Wurzelkanalbehandlung nicht zur Ausheilung der Entzündung führt.
Xerostomie
Mundtrockenheit. Verbunden mit einem chronischen Durstgefühl. Ursachen einer Xerostomie sind Allergien, bösartige Tumore, Medikamente (besonders Psychopharmaka, wie z.B. Antidepressiva), Strahlenbehandlungen (Radiotherapie) im Speicheldrüsenbereich und Autoimmuner-krankungen. Bei beeinträchtigtem Speichelfluss sind Kauen, Schlucken und Sprechen erschwert. Auch das Risiko für orale Infektionen nimmt zu, insbesondere für Candida-Befall.
Xylit
Gehört zur Gruppe der Zuckeraustauschstoffe und kommt als kariesvorbeugendes Mittel vor allem in Kaugummis zum Einsatz.
Zahnbeläge
Bilden sich auch bei optimaler Mundhygiene bereits nach kurzer Zeit und beinhalten unter anderem Bakterien, die bei längerer Einwirkzeit zu Karies und Parodontitis führen können.
Zahnbürste
Hilfsmittel zur manuellen Zahnpflege; elektrisch/manuell. Wesentlich ist die Art der Anwendung - bei falscher Putztechnik können zum Teil gravierende Schäden an der Schleimhaut verursacht werden.
Zahnersatz
Ersetzt fehlende oder stark zerstörte Zähne. Man unterscheidet fest sitzenden (z.B. Kronen, Brücken), herausnehmbaren (z.B. Vollprothese), implantatgetragenen und kombiniert fest sitzenden / herausnehmbaren Zahnersatz (z.B. Teleskopprothese).
Zahnfarbe
Jeder Zahn hat eine individuelle Zahnfarbe, die u.a. auch von der Lage im Mund abhängig ist. Ihr Zahnarzt versucht in Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker, die Zahnfarbe des Patienten individuell zu bestimmen und zu reproduzieren.
Zahnfilm
Kleiner Röntgenfilm zur Anwendung in der Mundhöhle. Er ist zur Darstellung einzelner Zähne oder Zahngruppen geeignet.
Zahnfleischbluten
Durch verschiedene Ursachen kann es zu einer Entzündung mit Druckempfindlichkeit, Rötung, evtl bläulicher Verfärbung und Schmerzen kommen. Oft kommt es dabei zu Zahnfleischbluten.
Zahnfleischkorrekturen
Siehe Gingivatransplantat.
Zahnfleischtasche
Spalt zwischen Zahn und Zahnhalteapparat (Schleimhaut/Zahnfleisch, Knochen). Bei erhöhten Taschentiefen (Sondierungstiefen) ist die Selbstreinigungsfähigkeit reduziert und Bakterien können sich vermehren. Dies führt zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Gingivitis,Parodontitis).
Zahnhals
Der zwischen Krone und Wurzel befindliche, normalerweise von Zahnfleisch bedeckte Teil des Zahnes, an welchem sich Schmelz und Zement treffen. Freiliegende Zahnhälse können sehr empfindlich auf Kälte, Wärme, süße und saure Speisen oder Getränke reagieren.
Zahnkrankheiten
Die häufigsten Zahnkrankheiten, nämlich Karies und Parodontitis (Parodontose), sind Infektionskrankheiten.
Zahnpasta
aromatische und cremeartige Zubereitung, die die reinigende Wirkung der Zahnbürste unterstützen und verbessern soll. Sie enthalten Fluoride zur Kariesprophylaxe.
Zahnreinigung
auch professionelle Zahnreinigung (PZR) genannt, dient der Entfernung des bakteriellen Biofilms auf den Zahnoberflächen. Je öfter sich der Biofilm komplett aufbauen muss, desto weniger aktive krank machende Keime sind darin. Die Zahnreinigung wird von Dentalhygienikerinnen durchgeführt, die die Zähne gründlichst von allen bakteriellen Belägen befreien - auch/besonders an Stellen, die der Patient selbst nicht erreichen kann. Dazu werden auch unzugängige Bereiche hygienefähig gemacht. Nach einer Politur werden die Zähne je nach Infektionsgrad mit entsprechenden Lacken vor Mikroorganismen geschützt. Außerdem wird die Anwendung der notwendigen Hygienemittel demonstriert und auf „Problembereiche“ besonders hingewiesen.
Zahnschmelz
Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers, die außen auf dem Zahn aufliegt.
Zahnschmuck
Fachgerecht angebracht behindert moderner Zahnschmuck weder beim Essen noch beim Sprechen. Selbst die Zahnpflege ist unproblematisch.Grundsätzlich wird Zahnschmuck nur oberflächlich mit einem transparenten Kunststoff aufgeklebt. Um ausreichenden Halt zu erzeugen, wird vorher der Zahnschmelz mit Säure angeraut. Brillis, Dazzlers (Goldfolie), Zahn-Tattoos, Kristallglas.
Zahnseide
Fäden aus Zwirn oder Seide (gewachst oder ungewachst) zur Reinigung der Zahnzwischenräume.
Zahnstein
Harte Ablagerung am Zahn oder auch Zahnersatz, bevorzugt an den Innenflächen der unteren Schneidezähne, oder an der Wangenseite der oberen Molaren. Es ist letztendlich eine Mischung aus Speiseresten und Bakterien die durch den mineralhaltigen Speichel verkalkt worden ist. Da bereits nach wenigen Stunden aus einem anhaftenden weichen Belag (Plaque) Zahnstein werden kann, ist die beste Prävention immer noch nach jeder Essen die Zähne gründlichst zu putzen und wenig Zwischenmahlzeiten einzunehmen.
Zahnsteinentfernung
Ist die Beseitigung harter und weicher Beläge, die oberhalb des Zahnfleischsaumes liegen.
Zahnwurzeln
Über die Zahnwurzeln sind die Zähne mit dem Kieferknochen verbunden.
Zuckeraustauschstoffe
sind in der Struktur dem Zucker ähnlich, haben einen vergleichbar hohen Brennwert (etwa gleiche Kalorienzahl) wie Zucker und eigenen sich zum Kochen und Backen. Bekannte Vertreter sind die Zuckeralkohole: Sorbit, Xylit, Mannit, Lycason, Maltit und Isomalt. Bis auf Xylit sind sie weniger süß als Zucker. Sorbit und Xylit sind für Diabetiker geeignet, da ihr Abbau im Körper Insulin-unabhängig verläuft. Zuckersaustauschstoffe werden vorwiegend zur Herstellung von Bonbons, Kaugummis, Hustensäften und Schokolade verwendet, da sie nur im geringen Umfang eine Karies auslösen können.
Zuckerersatzstoffe
Süßstoff, enthalten keine Kalorien, lösen keine Karies aus und sind bis zu 1000mal süßer als Zucker (temperaturabhängig) ohne allerdings dessen typischen Geschmack ersetzen zu können. Natürlich oder synthetisch hergestellt werden sie flüssig oder in Tablettenform angeboten. Sie sind für Diabetiker gut geeignet; die immer wieder erwähnten krebsauslösenden Eigenschaften konnten wissenschaftlich bisher nicht belegt werden. Bekannte Vertreter sind Saccharin, Cyclamat, Aspartam und Acesulfam-Kalium, Neohesperidin sowie Thaumatin.
Zungenreinigung
Da die raue Zungenoberfläche eine besonders gute Grundlage für bakterielle Beläge und Essenreste bietet wird sie für den unangenehmen Mundgeruch mitverantwortlich gemacht. So genannte Zungenschaber sind in der Lage, Essensreste, Hautschüppchen und Bakterien zu entfernen.